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DIE HOLZFÄLLER (stránka vznikla ve spolupráci Veselý Výlet) Šimon Hüttel, der Trautenauer Chronist, teilt in einer der ältesten Erwähnungen von Malá Úpa mit, dass sich Fabian Aust am 3. Oktober 1537 noch auf dem Sterbebett zum Mord an 19 Menschen bekannt habe, die ihm in Malá Úpa Fische gestohlen hatten. Er soll sogar bedauert habe, dass es nicht runde 20 waren. Zu jenen Zeiten war der hiesige Teil der Berge wohl noch nicht dauerhaft besiedelt, es kamen vor allem Jäger und Goldsucher hierher. Auf Veranlassung des Besitzers des mittleren und Verwalters des östlichen Riesengebirges, Christoph von Gendorf, wurde in der Gegend von Smrèí und wohl auch im Löwengrund (Lví dùl) Schurfbau betrieben. Der kaiserliche Höchste (sprich: Berg-)Hauptmann Gendorf machte sich um die Besiedlung des Gebirges verdient, als er aus den Alpenländern der österreichischen Monarchie Fachleute zum Bau von Klausen, also kleinen Stauseen zum Flößen von Baumstämmen anwarb und mit ihnen auch gleich die Holzknechte zum Abholzen des Urwalds und zum anschließenden Flößen der Stämme in Holzrinnen. Die ersten Holzknechte trafen samt Familie im Jahre 1566 ein, drei Jahre nach dem Tod des Hauptmanns. Gendorf hatte mit seiner Entscheidung für gewisse Zeit die Versorgung der Silbergruben in Kutná Hora mit Grubenholz gesichert. Die ersten Klausen wurden von den Fachleuten aus den Alpenländern im Jahre 1567 gebaut, eine große Klause aus dem Jahr 1575 ist in der Riesengebirgskarte von Hüttel verzeichnet. Die Holzknechte betrieben dazumal in Malá Úpa sechs Klausen und hatten bald darauf nahezu den ganzen Altbestand abgeholzt. Obwohl sich die Nachkommen der Holzfäller aus den Alpenländern später vor allem von der Landwirtschaft ernährten, starb das Holzfällergewerbe in Malá Úpa ganze 400 Jahre nicht aus.
Das damals üppig wachsende Buchenholz, aber auch das verbliebene Fichten und Tannenholz wurde gleich vor Ort in Meilern zu Holzkohle verarbeitet, die auf Kraxen meist zu den Hüttenwerken im schlesischen Schmiedeberg getragen wurde. Bis heute sind im westlichen Teil des Löwengrunds – auf den Bergen Prostøední hora, Koule, Rennerova hora, entlang des Messnerbachs, oberhalb der Dolský-Baudenund anderswo Stellen mit dreibis fünf kreisförmigen Grundrissen ehemaliger Meiler auszumachen. Die größte bekannte Köhlerei im Riesengebirge am Zusammenfluss der Bäche Èerná vodá und Smrèí wurde damals Köhlenplan genannt. Die Überschwemmung vom 1. September 2002 legte einige Schichten mit Holzkohleresten auf einer Fläche von Hunderten von Quadratmetern frei. 1882 wurde in Malá Úpá zum letzten Mal Holz geflößt - zur Glasfabrik in Temný Dùl. Der unzuverlässige Holztransport auf dem Wasserwege wurde von demjenigen auf Hörnerschlitten abgelöst. In den verflossenen zwanzig Jahren des 19. Jahrhunderts errichteten die Herrschaftsbesitzer, die Czernin-Morzins, nicht nur in Malá Úpa zig Kilometer von Schlittenbahnen. Im Sommer und Herbst bereiteten die Holzfäller die Stämme und auch Meterholz vor, das dann im Winter per Schlitten zu Tal befördert wurde, wo es von Fuhrwerken und später Lastautos abtransportiert wurde. Ein erfahrener Holzfäller konnte mit einer Fuhre bis zu 3 Kubikmeter Holz, also 1500 kg zu Tal bringen.
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