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Christoph Gendorf (1497 – 1563)
berief Holzfäller aus den Alpenländern der Monarchie ins  Riesengebirge.
Am 6. Oktober 1533 gründete er auch die Stadt Vrchlabí.

Na mapie Hüttela z 1578 roku
w dziewiczych lasach na wschód od Œnie¿ki (Riesenberg)
znaleŸæ mo¿emy jedynie ³owców, górników i œluzy, czyli „klausy“.

DIE HOLZFÄLLER

(stránka vznikla ve spolupráci Veselý Výlet)

Šimon Hüttel, der Trautenauer Chronist, teilt in einer der ältesten Erwähnungen von Malá Úpa mit, dass sich Fabian Aust am 3. Oktober 1537 noch auf dem Sterbebett zum Mord an 19 Menschen bekannt habe, die ihm in Malá Úpa Fische gestohlen hatten. Er soll sogar bedauert habe, dass es nicht runde 20 waren. Zu jenen Zeiten war der hiesige Teil der Berge wohl noch nicht dauerhaft besiedelt, es kamen vor allem Jäger und Goldsucher hierher. Auf Veranlassung des Besitzers des mittleren und Verwalters des östlichen Riesengebirges, Christoph von Gendorf, wurde in der Gegend von Smrèí und wohl auch im Löwengrund (Lví dùl) Schurfbau betrieben. Der kaiserliche Höchste (sprich: Berg-)Hauptmann Gendorf machte sich um die Besiedlung des Gebirges verdient, als er aus den Alpenländern der österreichischen  Monarchie Fachleute zum Bau von Klausen, also kleinen Stauseen zum Flößen von Baumstämmen anwarb und mit ihnen auch gleich die Holzknechte zum Abholzen des Urwalds und zum anschließenden Flößen der Stämme in Holzrinnen. Die ersten Holzknechte trafen samt Familie im Jahre 1566 ein, drei Jahre nach dem Tod des Hauptmanns. Gendorf hatte mit seiner Entscheidung für gewisse Zeit die Versorgung der Silbergruben in Kutná Hora mit Grubenholz gesichert. Die ersten Klausen wurden von den Fachleuten aus den Alpenländern im Jahre 1567 gebaut, eine große Klause aus dem Jahr 1575 ist in der Riesengebirgskarte von Hüttel verzeichnet. Die Holzknechte betrieben dazumal in Malá Úpa sechs Klausen und hatten bald darauf nahezu den ganzen Altbestand abgeholzt. Obwohl sich die Nachkommen der Holzfäller aus den Alpenländern später vor allem von der Landwirtschaft ernährten, starb das Holzfällergewerbe in Malá Úpa ganze 400 Jahre nicht aus.

Meiler rauchten vom 16. bis zum 19. Jahrhundert auch an abgelegenen Orten von Malá Úpá.

Das damals üppig wachsende Buchenholz, aber auch das verbliebene Fichten und Tannenholz wurde gleich vor Ort in Meilern zu Holzkohle verarbeitet, die auf Kraxen meist zu den Hüttenwerken im schlesischen Schmiedeberg getragen wurde. Bis heute sind im westlichen Teil des Löwengrunds – auf den Bergen Prostøední hora, Koule, Rennerova hora, entlang des Messnerbachs, oberhalb der Dolský-Baudenund anderswo Stellen mit dreibis fünf kreisförmigen Grundrissen ehemaliger Meiler auszumachen. Die größte bekannte Köhlerei im Riesengebirge am Zusammenfluss der Bäche Èerná vodá und Smrèí wurde damals Köhlenplan genannt. Die Überschwemmung vom 1. September 2002 legte einige Schichten mit Holzkohleresten auf einer Fläche von Hunderten von Quadratmetern frei.

1882 wurde in Malá Úpá zum letzten Mal Holz geflößt - zur Glasfabrik in Temný Dùl. Der unzuverlässige Holztransport auf dem Wasserwege wurde von demjenigen auf Hörnerschlitten abgelöst. In den verflossenen zwanzig Jahren des 19. Jahrhunderts errichteten die Herrschaftsbesitzer, die Czernin-Morzins, nicht nur in Malá Úpa zig Kilometer von Schlittenbahnen. Im Sommer und Herbst bereiteten die Holzfäller die Stämme und auch Meterholz vor, das dann im Winter per Schlitten zu Tal befördert wurde, wo es von Fuhrwerken und später Lastautos abtransportiert wurde. Ein erfahrener Holzfäller konnte mit einer Fuhre bis zu 3 Kubikmeter Holz, also 1500 kg zu Tal bringen.

Beim Transport des Holzes auf Hörnerschlitten wurde die Bremswirkung des gezogenen gestapelten oder Langholzes genutzt. (1935).

Das älteste Gebäude von Malá Úpa soll eine schon verschwundene Hütte gegenüber der Mohornmühle
(Spálený Mlýn) gewesen sein (1910).

Holzfäller haben die Holzernte für den winterlichen Transport vorbereitet (1935).

Reimund Sagasser (5. 5. 1915 – 26. 4. 1993) war der letzte traditionelle Holzfäller und gleichzeitig auch Landwirt in Malá Úpa. Seine Vorfahren hatten den Ort im 16. Jahrhundert gegründet und er durfte hier als Holfällerspezialist samt Familie auch nach 1945 bleiben, als die anderen Sudetendeutschen die Tschechoslowakei verlassen mussten. Im Jahre 1975 zurrte er ein letztes Mal das Holz auf dem hier ausgestellten Schlitten vor der Talfahrt fest. Je nach Beschaffenheit des Schnees und je nach Gefälle wurde hinter dem Schlitten noch einmal das gleiche Gewicht, wie es auf dem Schlitten aufgestapelt war, als Bremse hinterher gezogen. Während seines Lebens transportierte er tausende Festmeter Holz und trocknete hunderte Tonnen Heu. Die beiden letzten Kühe führte er im Jahre 1989 zur Hütte von Davida Sosna in Velká Úpa. 40 Jahr lang kümmerte er sich zusammen mit Ehefrau Franziska (20. 2. 1914) um die Kirche von Malá Úpa. Für Einheimische und Besucher wurden die beiden zur lebenden Legende.

 

(Foto David Sosna, 1990)