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BERGHÜTTEN (stránka vznikla ve spolupráci Veselý Výlet) Die Holzfäller hatten sich aus ihrer Alpenheimat die Zimmerkunst zum Hausbauen mitgebracht, aber während der Jahrhunderte entwickelten sie einen eigenen Hüttentyp, der typisch für das Ostriesengebirge ist. Der aus Balken gezimmerte rechteckige Grundriss wurde in der Mitte von einem Gang in zwei Hälften geteilt, von dem man entweder das ursprünglich ungeteilte Wohnzimmer mit Steinschornstein und Ofen betrat, oder den gegenüberliegenden Stall. Unter dem Stall, der die ganze zweite Gebäudehälfte einnahm, befand sich eine bis zu zwei Meter tiefe, mit groben Bodenbalken abgedeckte Güllegrube. Das Vieh betrat so das Haus meist durch die gleiche Tür wie der Landwirt. Ein Teil der Hütte war überdies noch von einem Holzschuppen mit Fachwerk und Pultdach umgeben. Durch den in den Hang greifenden Steinkeller floss ständig Wasser. Ein wichtiges Element einerjeden Hütte ist die Ausführung des Dachstuhls. Der älteste allein stehende Mittelstuhl wurde schon im 19. Jahrhundert vom zweifach stehenden Kehlbalkendachstuhl ersetzt, bei denen die Sparren von den Kehlbalken gestützt werden.
Ursprünglich wurde das Heu auf einer Leiter durch ein großes Tor im Dachgiebel eingebracht, aber solch eine Hütte ist in Malá Úpa nicht erhalten geblieben. Dafür findet man 17 ursprüngliche Berghütten mit einer hiesigen Besonderheit – dem Heu-Schindeldacherker. Früher als in anderen Teilen des Riesengebirges begannen die Bergbauern mit der Heueinfuhr durch ein besonderes Tor vom Hang direkt auf den Boden. Am Dachstuhl wurde ein kleinerer Stuhl angebracht, auf dem man vier Sparren aufrichtete und mittels Latten und Schindeldeckung schuf man ein Welldach, unter dem das Heutor verborgen war. Da ein solcher Dacherkertyp einmalig in ganz Europa ist, nennen wir ihn kurzum Kleinaupaer Heudacherker. In Malá Úpa befand er sich an nahezu allen Berghütten und überdies auch an einigen Häusern in Horní Albeøice, Horní Lyseèiny. In zwei Fällen ist er auch in Maršov belegt. Erst ab Ende des 19. Jahrhunderts begann sich im Riesengebirge der Heudacherker mit Satteldach durchzusetzen, der zum Bestandteil der meisten hiesigen Hütten wurde. Er erweiterte den Boden um eine Arbeitsfläche, wo der Landwirt seine Gerätschaft aufbewahren konnte, in Malá Úpa ersetzte er meist die älteren Dacherker vom Schindeltyp. Dennoch ist der Klein Aupaer Erker als bedeutender Beitrag der hiesigen Gebirgler zur Riesengebirger Volksarchitektur anzusehen. Mit dem Aufschwung des Tourismus und der Vermietung der Räume musste der Heuboden Gästezimmern Platz machen. Das Hauptzimmer in der Mitte wurde meist durch einen vorderen Satteldacherker erhellt, der in der Regel den Heuerker auf der anderen Dachseite kopierte. Zweihundert Klein Aupaer Berghütten standen nach der Zwangsaussiedlung der ursprünglichen Bewohner von 1945 und 1946 leer und wurden von Wochenendlern aus allen Teilen Tschechiens gerettet. Vierzig „überflüssige“ Häuser wurden abgerissen, manche der Häuser verloren im Urlauberboom der 70. und 80. Jahre ihr authentisches Aussehen. Trotz allem blieb Malá Úpa der Ort mit dem bedeutendste Ensemble volkstümlicher Architektur im Riesengebirge.
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